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Stand: 30.05.2018

Viweca

Gelungene Inklusion in die Arbeitswelt

Yvonne Spang bekommt ihr Zertifikat überreichtZertifikatsübergabe im Caritas-Altenzentrum St. Josef in Arzbach: (von links) Einrichtungsleiterin Rita Schlageter, die neue Mitarbeiterin und erfolgreiche Teilnehmerin der UB-Maßnahme, Yvonne Spang, Viweca-Leiterin Dagmar Theis sowie Hendrik Bomers, Integrationsassistent von Viweca.Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn

Yvonne Spang lässt sich nicht von der Arbeit ablenken. Trotz des Fototermins erledigt sie gewissenhaft ihre Arbeit als Stationshilfe im Caritas-Altenzentrum St. Josef in Arzbach und portioniert den Kuchen für eine Bewohnerin beim Nachmittagskaffee. Vor einem Jahr begann sie bei Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, die Maßnahme der Unterstützten Beschäftigung, auch UB genannt. Die UB bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sich im Arbeitsmarkt zu orientieren, einfache Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern und Unternehmen zu erproben und sich sehr praxisnah zu qualifizieren. Ziel ist es, die Teilnehmer nach erfolgreicher Qualifizierung am Arbeitsplatz in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Diese individuelle betriebliche Qualifizierung dauert 12 bis 24 Monate. Ergänzend zur Qualifizierung am Arbeitsplatz findet regelmäßig eine berufs- und arbeitsplatzübergreifende Kompetenzvermittlung bei Viweca in Montabaur statt. Die Unterstützte Beschäftigung eröffnet Menschen mit Beeinträchtigung die Chance, auch ohne formale Abschlüsse eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen. Wenn dies gelingt, folgt in der Regel eine nachgehende Berufsbegleitung durch die Jobcoaches der Viweca.

Yvonne Spang hat das Ziel der Unterstützten Beschäftigung erreicht. Ab 1. Juli wurde sie vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn sozialversicherungspflichtig eingestellt. Die 20-Jährige aus Kadenbach unterstützt die Bewohner im Caritas-Altenzentrum St. Josef in Arzbach im Alltag, bereitet kleine Speisen zu, erledigt hauswirtschaftliche Tätigkeiten auf dem Wohnbereich und entlastet die Fachkräfte innerhalb des Hauses. Zum Ausgleich für die Minderleistung erhält der Caritasverband einen Zuschuss vom Integrationsamt.

Ein Rückblick auf Yvonne Spangs Werdegang lohnt sich: Für die junge Frau aus Kadenbach kommt nach Beendigung der Katharina-Kasper-Schule in Wirges im vergangenen Jahr keine Ausbildung infrage. Die Agentur für Arbeit Montabaur gewährt ihr ein Persönliches Budget und ermöglicht der 20-Jährigen so die Teilnahme an der UB-Maßnahme bei Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Der für sie zuständige Qualifizierungstrainer findet rasch einen wohnortnahen Qualifizierungsplatz im Caritas-Altenzentrum in Arzbach. Er unterstützt Yvonne Spang von Beginn an engmaschig im Arbeitsalltag und dient als Ansprechpartner für die Teilnehmerin aber auch für die zuständige Mitarbeiterin im Altenzentrum. Der Erwerb von arbeitsbezogenen sozialen Kompetenzen und die Weiterentwicklung der Persönlichkeit sind neben der beruflichen Qualifizierung am Arbeitsplatz wichtige Elemente der Maßnahme. Einmal in der Woche kommt Yvonne Spang nach Montabaur und absolviert mit den anderen UB-Teilnehmern den sogenannten Projekttag. Sie nutzt die Angebote gerne.

"Sie zeigt großes Engagement am Arbeitsplatz, hohe Motivation und Zuverlässigkeit, gute berufliche Basiskompetenzen und vor allem einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den Bewohnern des Altenzentrums", erläutert Dagmar Theis, Leiterin der Viweca. Seit neun Jahren bietet Viweca die Maßnahme Unterstützte Beschäftigung an. "Der Hälfte der Teilnehmer gelang es mit Hilfe von Viweca auf diesem Weg, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden", betont Theis. Mit Yvonne Spang konnte nun erstmalig eine Teilnehmerin in den Bereichen Altenhilfe beim eigenen Träger vermittelt werden. Das freut auch Rita Schlageter, Leiterin des Caritas-Altenzentrums St. Josef. Sie ist zuversichtlich, dass die neue Mitarbeiterin das Team auch weiterhin so gut unterstützt und somit zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner beiträgt.