Gemeinsam an einem Strang ziehen: Haupt- und ehrenamtlich Engagierte der Caritas machten beim Caritas-Gottesdienst in Lahnstein mit einem roten Tau symbolisch deutlich, wie wichtig Zusammenhalt, Solidarität und das Miteinander der Generationen sind.Caritasverband WWRL
Gemeinsam singen, miteinander beten und symbolisch an einem Strang ziehen: Wie lebendig und vielfältig Gemeinschaft sein kann, zeigte der diesjährige Caritas-Gottesdienst in der Kirche St. Martin in Lahnstein. Unter dem Motto "Zusammen geht was - Caritas verbindet Generationen" kamen zahlreiche Menschen unterschiedlichen Alters zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und ein Zeichen für Solidarität, Zusammenhalt und gelebte Nächstenliebe zu setzen. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen der diesjährigen Caritas-Jahreskampagne.
Dass das Miteinander der Generationen nicht nur ein Motto auf dem Papier ist, wurde gleich mehrfach deutlich. So sorgten Kinder der Kita "Kleine Arche" und Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas-Altenzentrums St. Martin gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Betreuungskräften für einen besonders lebendigen Moment: Mit dem Lied "Einfach spitze, dass du da bist" und den dazugehörigen Bewegungen luden sie auch die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zum Mitmachen ein. Ein schönes Beispiel dafür, wie Musik Menschen über Altersgrenzen hinweg verbindet.
Auch Pfarrer Armin Sturm, der den Gottesdienst zelebrierte, griff in seiner Predigt das Thema Zusammenhalt und Verbundenheit in Vielfalt auf. Dabei blieb es nicht allein bei Worten: Ein buntes Wollknäuel wanderte symbolisch von Hand zu Hand durch die Kirche und machte deutlich, wie Menschen miteinander verbunden sind. Unterschiedliche Lebenswege, Erfahrungen und Generationen bilden gemeinsam ein Netz, das trägt und verbindet.
Besonders eindrucksvoll wurde der Gedanke des Zusammenhalts auch bei den Fürbitten aufgegriffen. Haupt- und ehrenamtlich Engagierte der verbandlichen und gemeindlichen Caritas hielten gemeinsam ein langes rotes Tau in den Händen. Unter dem Leitgedanken "Für die Menschen und den Zusammenhalt der Gesellschaft und Generationen ziehen wir alle an einem Strang" stellten sie ihre unterschiedlichen Tätigkeitsfelder vor und formulierten ihre Anliegen für Menschen in verschiedenen Lebenssituationen.
Dabei wurde die ganze Bandbreite caritativen Engagements vor Ort sichtbar: Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Gemeindecaritas, Engagierte aus den Angeboten des gemeinsamen Sozialraumprojektes von Pfarrei und Caritas sowie hauptamtliche Mitarbeitende aus den Beratungsdiensten und der ambulanten und stationären Pflege machten deutlich, wie vielfältig die Unterstützung für Menschen mit unterschiedlichen Sorgen, Belastungen und Hilfebedarfen ist. Trotz verschiedener Aufgaben verbindet sie ein gemeinsames Ziel: füreinander da zu sein und niemanden aus dem Blick zu verlieren.
Für die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes sorgte die Musikgruppe Spirit. Gemeinsam mit den zahlreichen Mitwirkenden trug sie dazu bei, dass der Gottesdienst zu einem lebendigen Ausdruck von Glauben, Gemeinschaft und Verbundenheit wurde.
Dass Gemeinschaft nicht an der Kirchentür endet, zeigte sich auch im Anschluss. Im benachbarten Caritas-Altenzentrum St. Martin waren die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Bei schmackhafter Kartoffelsuppe, Getränken und guten Gesprächen bot sich reichlich Gelegenheit, Kontakte zu pflegen, neue Menschen kennenzulernen und die Begegnungen aus dem Gottesdienst fortzusetzen. Der Nachmittag ging schließlich in das traditionelle Sonntags-Café im Café NächstenLiebe der Einrichtung über.
So wurde das Motto "Zusammen geht was" an diesem Sonntag in Lahnstein auf vielfältige Weise mit Leben gefüllt. Der Gottesdienst machte deutlich, was die Caritas-Jahreskampagne in den Mittelpunkt stellt: Wo Menschen unterschiedlicher Generationen einander begegnen, Verantwortung füreinander übernehmen und gemeinsam handeln, wachsen Verständnis, Solidarität und Zusammenhalt.