Der Deutsche Caritasverband ruft anlässlich des Katholikentags in Würzburg zu Zukunftsmut und Handlungswillen auf. Der Appell richtet sich an politische Entscheidungsträger genauso wie an jeden Einzelnen. "Unser gesellschaftlicher Zusammenhalt ist akut bedroht: von Extremismus und Ausgrenzung, von schwindendem Vertrauen in die politische Problemlösungskompetenz und vom enttäuschten Rückzug vieler Menschen ins Private", konstatiert Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa. "Der Katholikentag ist für uns Christinnen und Christen ein Moment der Selbstversicherung und Ermutigung in schwierigen Zeiten. Als Deutscher Caritasverband ergänzen wir das biblische Motto Hab Mut, steh auf! um die Aufforderung Macht Euch gemeinsam auf den Weg! Im Miteinander erwächst die Kraft, Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu meistern und Zukunft zu gestalten. Zusammen geht was!"
Der Deutsche Caritasverband lenkt in Würzburg bei verschiedenen Foren und Podien die Aufmerksamkeit auf die innerstädtischen Sozialräume, auf sozial gerechten Klimaschutz und auf Bedingungen guten Lebens bis zuletzt: auf Suizidprävention und die Regulierung des assistierten Suizids. "Wenn wir ein Stück Weg in den Schuhen des Anderen zurücklegen, können wir tragfähige Kompromisse finden - auch für generationengerechte Sozialstaatsreformen."
An seinem Stand auf der Kirchenmeile erwartet der größte deutsche Wohlfahrtsverband zahlreiche Vertreterinnen aus Bundes- und Landespolitik, Kirche und Gesellschaft. An drei Stellen in der Innenstadt macht ein übergroßes ungleiches Stiefelpaar, die Caritas-"SchuLptur", den Caritas-Appell sichtbar. "Lösungen für die aktuellen gesellschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen sind möglich, wenn sich unterschiedliche Generationen aufeinander und gemeinsam auf den Weg machen und auf Veränderungen einlassen", so Welskop-Deffaa.
Die "SchuLpturen" sollen Kulisse für Fotos und Social Media Posts sein, mit denen Menschen ihre Aufbruch-Geschichten vom Katholikentag teilen. Sie sind Teil der bundesweiten Caritas-Jahreskampagne "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen". Die SchuLpturen und weitere Caritas-Orte sind Teil eines gemeinsamen Pilgerwegs durch die Stadt. Besucher können dort Pilgerstempel in ihrem Pilgerausweis sammeln. Bundesweit gibt es bereits mehr als 50 Caritas-Pilgerstationen. In Kooperation mit der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft lädt die Caritas mit dieser Aktion Menschen ein, sich gemeinsam auf den Weg zu machen.
Höhepunkt und Abschluss des Caritas-Programms ist der Generationen-Gottesdienst mit Bischof Georg Bätzing, Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa und Stephanie Feder am Samstagabend in St. Michael.
"Als Christen und Christinnen sind wir eingeladen, uns jeden Tag neu auf den Weg machen. Der Aufbruch in Gemeinschaft stärkt unseren Zukunftsmut und unsere Zuversicht für ein gutes Morgen", freut sich Welskop-Deffaa auf das Großereignis in Würzburg.
Eine Übersicht über die Aktivitäten des Deutschen Caritasverbandes rund um den Katholikentag findet sich unter: https://www.caritas.de/katholikentag-2026.
Der Deutsche Caritasverband ist der größte deutsche Wohlfahrtsverband und engagiert sich seit über 125 Jahren für Menschen in Not. Mit bundesweit fast 770.000 Mitarbeitenden, über 500.000 ehrenamtlich Engagierten und rund 25.000 Einrichtungen und Diensten unterstützt die Caritas jährlich rund 13 Millionen Menschen. In nahezu allen sozialen Bereichen - von der Kinder- und Jugendhilfe über die Pflege älterer Menschen bis hin zur Begleitung von Menschen in Krisensituationen - setzt sich die Caritas für ein solidarisches Miteinander und die Stärkung des Sozialstaats ein Er ist zudem weltweit mit mehr als 600 Projekten in 77 Ländern gemeinsam mit lokalen Caritas-Organisationen, mit kirchlichen und säkularen Partnerorganisationen sowie staatlichen Stellen an der Seite von Menschen, die in existenziellen Krisen sind, aktiv.
Pressemitteilung
Berlin
Caritas wirbt beim Katholikentag für die Kraft des gemeinsamen Aufbruchs
Erschienen am:
13.05.2026
Herausgeber:
Deutscher Caritasverband e. V.
Pressestelle
Reinhardtstraße 13
10117 Berlin
+49 30 284447-42
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